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20. Oktober 2012 / frauheese

Tür an Tür

Ich lebe in einem verhältnismäßig großen Haus, knapp hundert Parteien und davon über 80% Studenten. Jeder ein Zimmer, Kochnische, Nasszelle und alle hübsch Tür an Tür.

Ich kenne nicht viele meiner Nachbarn, aber auch ohne genau ihr Gesicht und ihren Namen zu kennen, kenne ich einige Gewohnheiten von den umliegenden. Ein paar kenne ich auch wirklich persönlich, wie meine direkte Nachbarin und die ältere Frau, die immer für alle die Pakete annimmt.

Den anderen direkten Nachbarn erkenne ich nur an seiner unglaublich penetrant neonfarbenen Pudelmütze, die er ab Tagestiefstwerten unter 15 Grad Celsius pausenlos trägt.

Gerade komme ich vom Einkaufen, eine Frau Ende vierzig steht am Gang. Sie trägt Parka und in jeder Hand eine randvolle große Einkaufstüte, steht vor der Tür vom direkten Nachbarn. Ich grüße, wie man das halt so macht, wenn einem im Haus einer über den Weg läuft, und sie freut sich. Im Vorbeigehen erhasche ich einen Blick auf den Nachbarn – er hat sich halb hinter der Tür verschanzt, die Wohnung ist stockdunkel. Okay, Student halt.

Stecke den Schlüssel in meine Zimmertür und höre:

„Siehste, die wär doch auch was. Die X war doch eh doof.“

„Oaaah Mama!“

So ist das also, Tür an Tür.

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